Was ist Migräne?
Das Wort Migräne entstammt dem Griechischen und bedeutet übersetzt „halber Schädel“. Bei der Migräne handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, bei der ein halbseitiger, pulsierender Kopfschmerz auftritt – daher auch der Name. Der Kopfschmerz ist jedoch nicht das einzige Symptom, es gibt eine Reihe von Begleiterscheinungen, die auftreten können.
Symptome
Um die Symptome einer Migräne zu beschreiben, sollte diese zunächst in die verschiedenen Migräneformen eingeteilt werden. Es werden unterschieden:
- Migräne ohne Aura
- Migräne mit Aura
- ophthalmoplegische Migräne
- retinale Migräne
- periodische Syndrome in der Kindheit (Vorläufer einer Migräne)
Migräne ohne Aura
Die Migräne ohne Aura wurde früher auch als „einfache Migräne“ bezeichnet. Charakteristisch für diese Form sind allmählich zunehmende, meist einseitig auftretende Kopfschmerzen, die in der Regel 4 bis 72 Stunden anhalten. Begleitsymptome können eine Übelkeit sein, genau wie eine Überempfindlichkeit gegen Licht und Geräusche. Die Betroffenen halten sich dann bevorzugt in ruhigen und abgedunkelten Räumen auf.
Migräne mit Aura
Eine Migräne mit Aura wird auch als klassische oder begleitete Migräne bezeichnet. Bei dieser Form der Migräne treten zusätzlich zu den Symptomen und Begleiterscheinungen, wie sie bereits für die Migräne ohne Aura beschrieben wurden, neurologische Begleiterscheinungen auf. Diese werden unter dem Begriff Aura zusammengefasst. Auftreten können:
- Sehstörungen
- Sprachstörungen
- Lähmungen oder Empfindungsstörungen
Insbesondere bei jungen Frauen kann eine Sonderform der Migräne mit Aura auftreten, die so genannte Basilarismigräne. Dabei treten neben Kopfschmerzen im Bereich des Hinterkopfes und Sehstörungen zudem Symptome wie eine Gangunsicherheit, Drehschwindel, Ohrgeräusche und Empfindungsstörungen an den Händen und im Gesicht auf.
Ophthalmoplegische Migräne
Die ophthalmoplegische Migräne beschreibt eine Form der Migräne, bei der eine Augenmuskellähmung auftritt. Diese entsteht durch eine Lähmung der Hirnnerven, die für die Bewegung der Augen zuständig sind. Für die Betroffenen heißt dies, dass Doppelbilder gesehen werden, die bis zu zwei Wochen bestehen bleiben. Von der ophthalmoplegischen Migräne sind vorwiegend Kinder und Jugendliche betroffen.
Retinale Migräne
Bei der retinalen Migräne ist die Netzhaut (Retina) an der Erkrankung beteiligt, wodurch die Wahrnehmung visueller Reize gestört ist. Ein typisches Symptom einer retinalen Migräne ist ein wiederholter Gesichtsfeldausfall auf einem Auge, der in der Regel länger als eine Stunde anhält.
Periodische Syndrome in der Kindheit
Im Gegensatz zu einer Migräne treten bei einem periodischen Syndrom die Kopfschmerzen beidseitig auf und sind im Allgemeinen begleitet von einem Schmerz in der Stirn. Bei Kindern sind die Begleiterscheinungen weniger stark ausgeprägt und die Kopfschmerzen von kürzerer Dauer als bei einem Erwachsenen mit Migräne, es sind allerdings auch Fälle bekannt, in denen typische Begleiterscheinungen wie Erbrechen und Schwindel ohne Kopfschmerzen auftreten.
Lydia Köper